Es ist schwer, in der Kunstwelt zu bestehen. Eine, die’s geschafft hat, ist die gebürtige Klagenfurterin Zenita Komad. Schon als Vierjährige wusste sie, sie wird Malerin – heute verkauft sie Bilder um bis zu 20.000 Euro.
In der Schrift liegt die Kraft. Es waren die ersten Kritzeleien und Schriftzeichen auf Höhlenwänden, die verantwortlich dafür waren, dass unsere Vorfahren sich zivilisierten, Straßen anlegten, Städte bauten und in späterer Folge die Forschung antrieben.
Die Schrift ist aber auch die Materie, die sich die gebürtige Klagenfurter Künstlerin als Basis ihres Schaffens ausgesucht hat. Komad ist heute eine der am teuersten gehandelten zeitgenössischen Malerinnen aus Kärnten. Und es scheint, als sei ihr die Kunst bereits in die Wiege gelegt worden. »Als ich 1984 mit meiner Mutter durch den Schillerpark in Klagenfurt spaziert bin, sagte ich zu ihr: Mama, wenn ich groß bin, werde ich eine berühmte Künstlerin ...« – damals war die heute Dreißigjährige vier Jahre alt. Zahnräder und Emotionen Ab 1996 war dann der Weg zur internationalen Karriere geebnet. Damals begann Komad ihre Ausbildung als Bühnenbildnerin bei Marko Japelj. »Die Anfangszeit warturbulent. Die Bildhauer sagten, meine Arbeit sei Malerei;die Maler sagten, es sei Bildhauerei. Später aber, ab 1998, begann die Ausbildung bei Franz Graf an der Akademie der Bildenden Künste in Wien (wo sie auch heute noch lebt). Eine stürmische Zeit des Infragestellens und Ausprobierens«, so die Malerin.
Und wie geht Zenita bei ihrer Arbeit vor? Wie erkennt man ein Bild auf der leeren Leinwand? »Die Werkzyklen ergeben sich aus den jeweils anderen.Wie Zahnräder oder wie bei einem Puzzle greifen die Teile ineinander. Dabei müssen Intellekt und Emotion zu gleichen Teilen vorhanden sein. Die Inspiration kommt dabei von innen und von außen«, sagt die Künstlerin.