Press

2012

Dauerbrenner „Frau“, Der Standard, 2. März 2012
Zenita’s Universe – Anleitung zum Glücklichsein,
Clarissa Mayer-Heinisch in Parnass, 01/2012 

2011

Spielende Erleuchtung, Der Standard, 11. Dezember 2011
Zenita Komad: Spirituality is not Shopping., Cosima Reif, 5. Dezember 2011
„Zeitgenössische Kunst am Judenplatz: Zenita Komad“
, k2 kultur in centrope, November 2011
„Lebensweisen – Glaubenswelten“ – Beitrag von Sebastian Fleischer in der Radiosendung „Erfüllte Zeit“ auf Radio Ö1
Kreative Selbstbefragung, Wiener Zeitung, 11. November 2011
Radiobeitrag über die Ausstellung „Irrealigious“ vom 9.10.2011 in „Erfüllte Zeit“ auf Radio Ö1
Fünf Räume (PDF), German World, Summer 2011
Fünf Räume im Österreichischen Kulturforum, Der Standard, 20. Juni 2011
Artists present spatial interventions at the Austrian Cultural Forum, Jailee Rychen, June 3rd 2011, examiner.com

2010

Wien rockt!, Almuth Spiegler und Peter Rigaud, art – Das Kunstmagazin, August 2010
Ich werde nie schweigen (PDF), Almuth Spiegler, Die Presse, Juni 2010
Das Raubtier in der Frau, Elisa Weingartner, Der Standard, 14. Juni 2010
Objeu (PDF)
, Philipp Godin, Paris Art, June 2010
Wien Live (PDF), Extended Universe, Mai 2010
Viennafair, Kunstforum, Mai 2010
Von der Suche nach der Muse, Die Welt, Mai 2010
Schriftbilder ebneten den Weg in die Welt der Kunst, KTZ, 10.4.2010
News, News, 18.2.2010
Decoding the maze of life, Mumbai Times, 28.1.2010
Beware of losing your way, Wordpress, 15.1.2010

2009

Kunst in Zellen, Die Presse, 10.11.09
Le claire- obscure, paris-art.com, 03.10.09
Reelle Rauchwolken, Artmagazine.cc, 29.10.09
China, auf die schmerzlose Tour, Die Presse, 05.08.2009
Portrait Zenita Komad, The Austrian Cultural Forum New York Magazine, Issue No.5, May_August 2009
When Heaven kisses earth, Cige, Touch Beijing, April 2009
Kunst guide ’09, Format, Mai 2009

2008

Ariane Grabher, Gott trägt eine Jeansjacke, in: KULTUR, Dezember 2008 / Jänner 2009
Olga Kronsteiner, Mit und oder ohne Performance, in: artmagazine.cc, 06.11.08
Doris Krumpl, Am Zenit, in: Flair, 10/2008
Dr. Heinz Fischer, Rede anlässlich der Eröffnung des Museums Liaunig, 29.08.2008
Almuth Spiegler, Kleine Psychologie des Sammelns, in: Die Presse, 29.08.2008
Almuth Spiegler, Miss Universe der Kunst – oder belanglos?, in: Die Presse, 09.08.2008
Christa Benzer, Universales Prinzessinnenland, in: DerStandard, 07.08.2008
Claudia Aigner, Prada oder Brahma?, in: Wiener Zeitung, 07.08.2008
EL Mohandes, Kreativ Universum, in: Wirtschaftsblatt, 17.07.2008
Nicole Scheyrer, Der Ritter von der Kokosnuss reitet durch Wien, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.04.2008
Amina Beganovic, Wie Alice im Wunderland, Vienna Online, 21.04.2008
Christa Benzer, Inszenierte Körper, in: DerStandard, 10.04.2008
Markus Mittringer, Keilrahmen im Maßanzug, in: DerStandard, 13.03.2008

2007

Renate Hofbauer, Kunstbarometer, 2007, in: Gewinn, 10/2007
Helen Chang, Monochromatic canvas, latex + styrofoam, in: Slash Magazine, 09/2007
c:ream, Nina Schedlmayer, Zenita Komad, 05/2007

2006

Natalia Grigorieva, Zenita Komad, in: Paris Art, 12/2006
Gerhard Charles Rump, Komad-Krinzinger-Raitmayr, in: Die Welt, 04.03.2006
Almuth Spiegler, Für ein Glas Wein, in: Die Presse, 03.03.2006
Christa Benzer, Mit und ohne Liebe, in: Der Standard, 03.2006

2005

Marion Bernert, Zenita Komad, die Star Maschine, in: Wiener, 11/2005
Choreografien im Kopf, in: DerStandard, 10.09.2005
Peter Vujica, Das Schachbrett als Kunstfaktor, in: DerStandard, 03.09.2005
Markus Hennerfeind, Schachmatt für Schachoper, in: Wiener Zeitung, 03.09.2005
Ruf und Ehn, Die Regeln des Spiels, in: DerStandard, 03.09.2005
»L'échecs, c'est moi!«, in: DerStandard, 27.08.2005
Johann Werfring, Kunst trifft Schach, in: Wiener Zeitung, 27.08.2005
Otto Borik, Kunst trifft Schach, in: Schach Magazin 64, 18/2005
Foto der Woche, in: profil 08.2005
Michael Hausenblas, Alles, was wir tun, ist Design, in: DerStandard, Rondo, 25.07.2005
Schauplatz für Neues, in: Salzburger Nachrichten, 06.05.2005
Nora Theiss, Vorspiel zur großen Oper, in: DerStandard, 28.04.2005

2004

Petra Mayer, Das Fenster zum eigenen Ich, in: Fränkischer Tag, 04.09.2004

Kreative Selbstbefragung

Jüdisches Museum zeigt "Zenita Komad. Spirituality is not Shopping"

Von Brigitte Borchhardt-Birbaumer
(Wiener Zeitung, 11. November 2011)

Das Jüdische Museum startet eine neue Ausstellungsserie: Initiiert von Direktorin Danielle Spera gibt es einmal im Jahr eine Auseinandersetzung der Gegenwartskunst mit dem Haus. "Jewish Museum Contemporary" beginnt mit Zenita Komads Blick auf die Frage von Spiritualität und deren Transformation im Judentum. Die Schülerin von Franz Graf, die seit 2002 in prominenten Wiener Galerien auch zuweilen als "one man show" präsentiert wurde, ist nach einem Staatsstipendium und dem Schindler Stipendium des MAK in Los Angeles für außergewöhnliche Rauminszenierungen bekannt.

Sie wählt verschiedene Medien für ein Orakelspiel mit dem provokanten Titel "Spirituality is not Shopping" aus. Das Spiel der Zahlen, Worte und Bilder beginnt bereits beim Kauf der Eintrittskarte für die Besucher. Sie müssen eine Karte ziehen, eine Frage stellen und damit in den nächsten Raum mit Zahlenkonstellationen am Boden und einem roten Buch in der Mitte eintreten. Die Position, die im Raum auf der gezogenen Zahl eingenommen wird, unser Standort im Raum beeinflusst unser Befinden. Es ist der Start einer Reise ins Selbst. Für die Frage an das Orakel findet sich unter der Nummer im roten Buch eine Antwort. Die Ziffer ist aber auch in einem weiteren Raum unter einer Serie von bezaubernden Collagen der Künstlerin zu suchen.

Gegensatz in Bild und Wort

Viele Blätter sind bereits an bekannte Wiener Sammler verkauft, der Rest wird wahrscheinlich Abnehmer finden, obwohl es keine Verkaufsausstellung ist.

Bild und Wort passen nicht immer zusammen, nur zuweilen stimmen sie überein. Gegensätze schließen sich nicht aus, sondern kommen im besten Fall zusammen wie Feinde, die voneinander lernen. Alte Stiche aus Stadtgeschichte, Naturwissenschaft, Anatomie und Musik sind verfremdet, beschriftet, einige wenige Schriftbilder leben ohne Bild durch Ziffern- und Buchstabenform. Die Position des Betrachters löst auch seine Widersprüche, Freude und vielleicht Überraschung aus und all dies zieht ihn in die Geschichte des Judentums vor Ort hinein.

In der jüdischen Spiritualität ist das Fragen, das Lernen, aber auch das traditionelle Geschichtenerzählen wesentlich. Zahlen haben Bedeutung, auch für die Geschichte des Misrachi-Hauses mit zwei Synagogen, der historischen, die unterirdisch ergraben sichtbar wurde, und der bis heute genützten im ersten Stock. So gelingt der Künstlerin spielerisch die Transformation in die Gegenwart. Verweise auf Zusammenhänge zwischen kulturell-objektiven und persönlich existenziellen Werten, aber auch auf Sonderwege in esoterische Heilsversprechungen - wie Sonderangebote in Zeiten des Kapitalismus - tauchen auf.

Die moralische Aussage, dass Seelenheil und Kreativität nicht käuflich zu erwerben sind, wird von der poetischen Stimmung der Werke Komads überspielt - im wahrsten Sinn des Wortes. Die Sätze des Orakels wurden mit Markus Mittringer und Rebekka Haag konzipiert, von Letzterer stammt auch ein Film, der 64 Porträtaufnahmen mit einem Endlosspruch kombiniert. Acht Frauen und acht Männer sprechen jeweils einen Satz aus der Literatur, die letzten und ersten Worte stimmen überein, das Spruchband ist fließend wie auch im Spiel eine endlose Möglichkeit an Kombinationen, selbst für mehrere Teilnehmer, mitkonzipiert ist. Dabei wurde Komad von Mittringer und dem Architekten Thomas Amann unterstützt, denn Mitpartizipieren ist ein Zauberwort der Gegenwartskunst.

Klingende innere Stimme

Auch Oberrabbiner Chaim Eisenberg hat sich am Arbeitsprozess beteiligt und Anfügungen beigegeben, ob dies singend vor sich ging, wird nicht verraten. Die Ausstellung ist aber ein Ort, an dem die innere Stimme zum Klingen gebracht wird - das gilt auch für die verbissenen Logiker unter der Sonne Wiens. Hier kann keiner sich dem Sprung von der Innen- in die Außenwelt entziehen. Für Komad eine gute Gelegenheit, ihre Vielstimmigkeit und Freude am Auffächern der Sinne spüren zu lassen. Jedenfalls ein geglückter Auftakt der neuen Gegenwartsschiene in diesem Museum.